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April

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Der April startete mit meinem Geburtstag, der erste ohne meine Familie. Am Tag davor feierten wir zusammen mit zwei anderen Bewohnerinnen des Waisenhauses hinein. Jonas hatte aus Deutschland einige Pakete zum Auspacken mitgebracht, und ich bekam auch Geschenke von meinen Mitfreiwilligen. Vielen Dank, an alle, die mir etwas geschickt und gratuliert haben!  Mein Geburtstag selbst begann dann mit einem Corona-Test, da sich die Köchin im Waisenhaus infiziert hatte. Zum Glück ist aber niemand angesteckt worden! Nele, Niclas und Sophie ließen mich dann allein im Waisenhaus zurück, um eine Überraschung vorzubereiten. In der Zeit verteilte ich in der Küche von meiner Torte, und die Kinder sangen für mich in englisch und griechisch Geburtstagslieder. Das war total niedlich. Außerdem malten und bastelten sie etwas für mich, ich bekam einen Stift und ein Kuscheltier geschenkt, und die beiden älteren Mädchen schenkten mir Schmuck und Schokolade. Das hat mich sehr gerührt. Mit einem Mädchen gin...

März

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  Ab dem 04. März begann wegen der steigenden Corona-Fälle wieder ein verschärfter Lockdown, mit einer Ausgangssperre ab 19.00, die Schulen und Läden schlossen wieder, und der Busverkehr wurde kurzzeitig eingestellt. Dieser Lockdown sollte bis zum 16. März andauern. Aufgrunddessen war in meiner Woche im Waisenhaus wenig zu tun. Wir wurden daher gebeten, neben der Begleitung der Kinder, die Pforte  zu besetzen. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass die anderen beiden Mädchen jetzt nach der Arbeit im Agios Andreas nicht mehr vor verschlossener Tür stehen. Außerdem werden sie mit dem Bus des Waisenhauses gefahren und die Arbeitszeiten sind verkürzt.  Das Behindertenheim "Agios Andreas" Bei der sehr eintönigen Arbeit im Waisenhaus leisteten mir glücklicherweise die Mädchen aus dem Heim Gesellschaft. Sie verbesserten meine Griechischkenntnisse, wir malten Mandalas aus, hörten Musik und spielten Uno. Allerdings kam es auch wieder zu Spannungen mit dem Personal. Am letzten Abe...

Februar

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Vom 08. bis 12.02 arbeitete ich im Waisenhaus. Dort ist in der Regel wenig zu tun, da die meisten Freizeitaktivitäten der Mädchen wegen Corona nicht stattfinden können. Ich begleite also nur manche Kinder zur Schule, zum Psychologen oder beim Radfahren. Wenn das Wetter gut ist, gehe ich gerne mit den älteren Mädchen in die Stadt. Auch Nele und Sophie kamen in dieser Woche mit. Die beiden hatten nämlich zwei Tage frei, da die Kinder und das Personal im Behindertenheim Agios Andreas geimpft wurden. Wir selbst haben bis jetzt allerdings kein Anrecht auf eine Impfung. Im Waisenhaus als unserem “Zuhause” für die 10 Monate fühle ich mich nach wie vor wohl, ein Einzelzimmer werde ich aber voraussichtlich nicht bekommen. Stadtspaziergang Die Kinder hier lernen wir immer besser kennen und sie wachsen mir sehr ans Herz, auch wenn oder gerade weil sie ihre Päckchen zu tragen haben. Von einigen erfahren wir ihre Geschichten und Schicksale. Diese gehen mir sehr nahe und berühren mich sehr. Wie unvo...

Januar

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Im Januar konnte ich wieder zur Arbeit gehen und verbrachte die ersten beiden Wochen im Agios Andreas. Die Arbeit macht mir nach wie vor viel Spaß, ist allerdings auch wirklich anstrengend. An unserem ersten freien Wochenende unternahmen wir gemeinsam einen Roadtrip mit einem Mietwagen. Das ist eigentlich illegal, denn erlaubt sind derzeit nur zwei Personen pro PKW. Wir setzten uns darüber hinweg, da wir als “ein Haushalt” den Sinn nicht so richtig nachvollziehen können. Und wir hatten Glück, nicht in eine Kontrolle zu geraten! Unsere Tour führte uns zunächst zur Kapelle “Profitis Ilias” in der Nähe von Archangelos. Von dort erhofften wir uns einen Blick über die Insel bis auf das Meer. Tatsächlich erwartete uns derart starker Nebel, dass man circa vier Meter weit sehen konnte. Das war total unwirklich, aber trotzdem toll. Am liebsten fahren wir endlos Landstraßen und singen zu den gleichen drei Liedern lautstark mit. Dann bin ich richtig glücklich. Die Straßen (und Sophies Google Map...

Dezember

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Der Dezember startete mit relativ starkem Frust über den andauernden Lockdown. Allerdings erhielt ich bald zwei Pakete mit vielen tollen Geschenken und einigen Überraschungen! Herzlichen Dank, besonders an Familie Mittag und Krogmann, dass ihr mir hier zu ein bisschen Weihnachtsstimmung und großer Freude verholfen habt! Meine Laune besserte sich erst recht, als mich mein Freund Jonas vom 10. bis 15. Dezember besuchte. Er hatte sich ein kleines Apartment in der Neustadt gemietet, in dem ich auch mit wohnen konnte. Ich nahm mir frei, und wir unternahmen viele Spaziergänge, kochten zusammen und luden Sophie, Nele und Niclas zu uns ein. Wir hatten eine schöne und entspannte Zeit!  Kaffeetrinken am Elli-Beach Leider wurde ich kurz nach Jonas Abreise krank (mal wieder) und wurde auch den ganzen Monat lang nicht richtig gesund. Ich musste husten, fühlte mich fiebrig, abgeschlagen und hatte starke Lungenschmerzen. Nele verspürte die gleichen Symptome, und so isolierten wir uns, gingen zum ...